Zoo Vivarium trägt zur Erhaltung bedrohter einheimischer Haustierrassen bei

29. September 2020

Nicht nur Wildtiere, sondern auch rund zwei Drittel der einheimischen Haustierrassen sind nach Angaben des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) vom Aussterben bedroht. Um einheimische Rinder, Schafe, Hühner, Kaninchen und weitere Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren, werden der Zoo Vivarium und weitere VdZ-Mitglieder die bedrohten Tiere stärker als bisher nachzüchten.

Im pädagogischen Angebot der Zooschule des Darmstädter Tiergartens ist das Thema Haustierrassen schon lange fest verankert, um nicht zuletzt auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die mit dem Verlust dieser genetischen Ressourcen einhergehen würden. Denn die größere genetische Variabilität der alten Rassen bietet die Chance, sich besser auf Klimaveränderungen einzustellen und robuster auf möglicherweise vermehrt auftretende Tierseuchen zu reagieren.

Aktuell hält und züchtet der Zoo Vivarium das Deutsche Karakulschaf und das Marderkaninchen. Beide Tierarten sind in den höchsten Bedrohungsstufen für Haustierrassen gelistet. Verschiedene Haustierrassen wurden im Zoo Vivarium schon immer gezeigt. Waren es früher ungarische Zackelschafe oder Hausyaks aus den Himalaya-Ländern, nimmt sich der Zoo Vivarium heute vermehrt bedrohten einheimischen Tierarten an.

Bildnachweis: Reinhard Mink